Familienorientiertes Behandlungskonzept für Kinder (FOR)

Jährlich erkranken in Deutschland etwa 1.800 Kinder unter 15 Jahren an Krebs. Etwa doppelt so viele werden mit einem schweren Herzfehler geboren. Jeder einzelne Fall ist ein Schock. Der Alltag des Kindes und der Familie verändert sich entscheidend durch die Diagnose der lebensbedrohenden Erkrankung.

Familienorientierte Rehabilitation sichert zunächst den medizinischen Heilungserfolg des Kindes. Es wird physisch und psychisch gestärkt, indem man neben der individuellen Behandlung wieder ein stimmiges und tragfähiges familiäres Gleichgewicht herstellt.

Doch familienorientierte Rehabilitation ist noch mehr. Sie unterscheidet sich von der traditionellen patientenzentrierten Sichtweise und reagiert auf Probleme, die in der Gesamtfamilie entstehen. Die Familie selbst ist Patient.

Dies bestätigen Untersuchungen, die zeigen, dass ein großer Teil
der Eltern und viele der Geschwister an somatischen und psychosomatischen Symptomen leiden. Für die Klinik bedeutet dies, einen Rahmen zu schaffen, in dem die Familie wieder Zeit hat, Kraft zu schöpfen, aufzutanken und im familiären Miteinander ein Stück Leben nachzuholen, das ihr während der Zeit der Therapie entgangen ist. Zugleich erhalten alle Familienmitglieder eine ärztliche Untersuchung, bedarfsgerechte medizinische Maßnahmen, Beratungsgespräche und gesundheitsfördernde Angebote.

Aktuell

Förderprojekt 2015-2016:
Familienbauwerk mit 6 neuen barrierefreien Appartements und 2 behindertengerechten Kindergruppen

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